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NDR"Mein Nachmittag"28.08.08Schaugießen live beim

Workshop im Bronzeguss deutschlandweit

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Die Paparazzies lauern überall...

Apfelbaumzweig, Bubenkopf und Katze aus Bronze gegossen

In der Thüringischen Sommerakademie Böhlen praktizierte Meisterin Kim J. Blöß diese Handwerkskunst zum ersten Mal.

Böhlen. Die Bronzezeit hat die "Künstlerin und Handwerksmeisterin im Metall- und Kunstguss" Kim J. Blöß aus Sternberg nach Böhlen in die Thüringische Sommerakademie gebracht. Mit ihrer mobilen Gießerei tourt sie durch Deutschland und gestaltet ihre Werkstätten. Für Böhlen und den Bildhauerkurs, wo bislang nur in Stein und Gips gearbeitet wurde, ist der Bronzeguss eine Premiere und ein spannungsvolles Grunderlebnis für Ulrike, Ann-Brigitte, Erwin, Uwe und Alex. "Ich muss mich bei jedem Kurs auf die Teilnehmer einstellen, sie in den komplizierten und auch langwierigen Arbeitsprozess so tief mit hinein nehmen, dass Ergebnisse zustande kommen, kein Unfall passiert und bei aller Anspannung die Freude am Tun wie am Werk nicht verloren geht", sagt Kim Blöß. Von einem hohen Anspruch an die eigene Kreativität, die handwerklichen Fertigkeiten und das Durchhaltevermögen spricht Ulrike, die eine Woche Klopfarbeit am Sandstein hinter sich brachte und nun mit ihren Kollegen bei der Bronze und bei Kim Blöß gelandet ist. "Hier in Böhlen sind wir alle auf Du und Du", erklärt Ulrike aus Münster. "Titel, Berufe und Status bleiben außen vor." Nach gründlicher Vorbereitung der Modelle und Gussformen startet am Donnerstagmittag der zweite Akt des Bronzegießens unter freiem Himmel. Kim hat ihre Schubkarre mit der Arbeitsschutzkleidung und anderen Kleinigkeiten vollgeladen. Sie strebt der Freiluftgießerei zu. Dort sitzen die fünf Künstler und Bronzegießer auf Zeit und hüten das von Propangasflaschen gespeiste fauchende Gießfeuer am Ofen. Die funktionale Konstruktion von Ofen, Werkzeug und Beiwerk kann im Gegensatz zu den Kunstwerken, die gegossen werden sollen, auf ästhetisches Aussehen verzichten. Kim hat die Lederschürze umgebunden und den Helm aufgesetzt. Sie zwickt mit der Zange einen Bronzebarren und bugsiert ihn in den Gießtopf. Eine halbe Stunde dauert die Schmelzzeit, bis die 1050 Grad heiße Bronze in die Formen gegossen werden kann. Die Gehilfenaufgaben hat Kim verteilt und schlägt bei der Trockenübung den Befehlston an. Anders geht es nicht, wissen die Teilnehmer und ordnen sich widerspruchslos unter. "Ich habe keine Gefühle. Die kommen erst hinterher. Jetzt bin ich hoch konzentriert, muss reagieren", sagt Alex aus der Schweiz. Er trägt mit Kim die glühend heiße Gießpfanne. "Uwe, aufpassen! Abschlagen!" Gemeint ist der geronnene Bronzetropfen an der Pfanne, der nicht in die nächste Gussform fallen darf. Nicht einmal drei Minuten dauert das Gießen. Die Schweißperlen rinnen auch bei Erwin, der den Deckel des Schmelzofens für den Tiegel öffnet. "Ihr habt es gut gemacht. Auch Uwe. Sehr gut!", lobt die Meisterin. Nach einer halben Stunde werden die Gussformen zertrümmert. Ein bronzener Apfelbaumzweig, zwei Frauenfiguren, Engel, Katze und Bubenkopf schälen sich aus dem Gips und zaubern der Meisterin und den Freizeitkünstlern ein Lächeln ins Gesicht. Morgen wird poliert, patiniert und zesiliert, bis alle Figuren zu einem Kunstwerk vollendet sind.

Karl-Heinz Veit / 04.08.12 / TA

Titelseite derMeisterin Kim J. Blöß (Mitte) mit den Teilnehmern Ulrike (re.), Ann-Brigitte (li.), Erwin (2.v.li.), Uwe (2.v.re.) und Alex bei ihrer Absprache, ehe sie mit dem Bronzeguss beginnen können. Foto: Karl-Heinz Veit

      Apfelbaumzweig, Bubenkopf und 

           Katze aus Bronze gegossen

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·       Meisterin Kim Blöß (Mitte) mit den Teilnehmern Ulrike (re.), Ann-Brigitte (li.), Erwin (2.v.li.),

·           Uwe (2.v.re.) und Alex bei ihrer Absprache, ehe sie mit dem Bronzeguss beginnen können.

August 2012